Digitalisierung mit Fördermitteln vorantreiben (Teil 2)

Welche Digitalisierungsprojekte können Sie mit Fördermitteln unterstützen?

Welche Ziele werden mit dem Programm „Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU“ verfolgt? Was das Förderprogramm genau ist und wie auch Sie von Fördermitteln profitieren können, haben wir im ersten Teil „Digitalisierung mit Fördermitteln vorantreiben“ beschrieben.

Mehr Investitionen mittelständischer Unternehmen in digitale Technologien

Hierzu gehören insbesondere Investitionen in Hard- und Software, welche die interne und externe Vernetzung der Unternehmen fördern unter Beachtung verschiedener Aspekte wie beispielsweise datengetriebener Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz, Cloud-Anwendungen, Big-Data, Einsatz von Hardware (beispielsweise Sensorik, 3D-Druck) sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.

Mehr Investitionen in Qualifizierung und Know-how der Beschäftigten

Insbesondere der Umgang mit digitalen Technologien. Hierzu gehören Qualifizierungen oder Weiterbildungsmaßnahmen zur Digitalen Transformationen, zur Digitalen Strategie, in digitalen Technologien, in IT-Sicherheit und Datenschutz, zu Digitales und agiles Arbeiten oder in digitalen Basiskompetenzen.

Mehr branchenübergreifende Digitalisierungsprozesse bei KMU und Handwerk

gerade in der Vernetzung der Wertschöpfungskette liegt viel Potential. Hier können auch höhere Zuschüsse beantragt werden.

Verbesserte digitale Geschäftsprozesse in Unternehmen

Sie haben bereits ein ERP-Programm, nutzen es aber nur für einzelne Geschäftsbereiche (z.B. Rechnungsbearbeitung)? Es gibt viele Möglichkeiten, weitere Geschäftsprozesse einzubinden, vom Außendienstler im Vertrieb oder in der Technik bis hin zur Lagerverwaltung oder Teilefertigung. Weg vom Papier hin zu digitalen Geschäftsprozessen im ganzen Unternehmen.

Mehr Chancen durch digitale Geschäftsmodelle

dabei geht es nicht etwas darum, Ihr Geschäftsmodell 1:1 im Internet abzubilden, sondern neue Ideen zu entwickeln, wie den Veränderungen im Markt Rechnung getragen werden kann. Sie nutzen vielleicht schon eine Website, damit Ihr Unternehmen gefunden wird, aber vertreiben Sie Ihre Produkte auch online?

Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von KMU

Durch Verschlankung und Digitalisierung der Prozesse sind Sie in der Lage schneller auf den Markt zu reagieren und bauen so Ihre Wettbewerbsfähigkeit aus. Weltweit statt nur lokal.

Befähigung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und neue Investitionen in die Digitalisierung ihres Unternehmens anzustoßen

Früher war nicht alles besser – es war anders! Die Uhr dreht sich immer weiter und die gesamte Digitalisierung steckt noch ganz am Anfang. Den jungen Mitarbeitern muss man das meist nicht erklären, aber ältere habe vielleicht Angst um ihren Job. Unsere Arbeitswelt wird sich massiv ändern, das werden wir nicht verhindern. Wir müssen alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abholen und an der Digitalisierung beteiligen.

Höhere IT-Sicherheit in Unternehmen

IT Sicherheit ist nicht nur ein Virenscanner oder eine Firewall. Die größten Gefahren lauern im eigenen Unternehmen. Machen Sie regelmäßig den Security-Check. Stellen Sie sicher, dass ihre Backups aktuell sind und sie diese im Ernstfall auch nutzen können. Auch die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter im Umgang mit Daten und Informationen ist ein wichtiger Baustein.

Stärkung von Unternehmen in wirtschaftlich strukturschwachen Regionen

es ist schön zu wissen, dass man Kunden direkt vor der Tür hat. Aber was, wenn es die Menschen fortzieht in strukturstarke Regionen. Ihnen muss es egal sein, woher die Kunden kommen. Werden Sie durch die Digitalisierung im Netz gefunden.

Haben Sie bereits einen Digitalisierungsplan?

Der Digitalisierungsplan zum Beantragen von Fördermitteln

  • beschreibt das gesamte Digitalisierungsvorhaben,
  • erläutert die Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen,
  • zeigt den aktuellen Stand der Digitalisierung im Unternehmen und die Ziele, die mit der Investition erreicht werden sollen,
  • stellt beispielsweise dar, wie die Organisation im Unternehmen effizienter gestaltet wird, wie sich das Unternehmen neue Geschäftsfelder erschließt, wie es ein neues Geschäftsmodell entwickelt und/oder seine Marktposition gestärkt wird.

Tipps für Antragsteller

  • Digitalisierungsplan jetzt vorbereiten
  • Antrag rechtzeitig stellen (frühzeitig vor Beginn des Digitalisierungsvorhabens)
  • Prüfen, ob erhöhte Förderquote beantragt werden kann (z.B. durch eine Beteiligung an einem Wertschöpfungsnetzwerk oder durch eine Investition in die IT-Sicherheit)
  • Prüfen, ob eine Kombination beider Fördermodule sinnvoll ist (Investition in digitale Technologie und in Mitarbeiterqualifizierung)
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